Weihnachtsmarkt: Ein Tummelplatz für Taschendiebe und Räuber
Wann zahlt die Versicherung?
Wer sich wehrt, hat bessere Aussichten - Unachtsamkeit wird nicht belohnt
Tübingen, 15. Dezember 2007 - Der Advent ist eine schöne Zeit - und eine ertragreiche für Taschendiebe und Räuber. "Auf dem jetzt beginnenden Weihnachtsmarkt geht es wieder los.", ist Volker Siebert, Sprecher des Bezirks Tübingen im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), überzeugt. Täglich werden dann bei der Polizei wieder verschwundene Geldbörsen und Brieftaschen gemeldet. Ersatz gibt es tatsächlich manchmal, und zwar von der Hausratversicherung, aber nur, wenn Gewalt im Spiel war. Wurde durch einen heimlichen Diebstahl oder leichtes Entreißen nur die Unaufmerksamkeit ausgenutzt, ist von dieser Adresse jedoch nichts zu holen.
Die Drohung mit Gewalt reicht auch schon, damit die Hausratversicherung für den Schadenersatz zuständig ist. Der Ersatz - nach Anzeige bei der Polizei und beim Versicherungskaufmann - ist begrenzt. Aber immerhin zehn Prozent der Hausrat-Versicherungssumme sind auch "draußen" versichert, bei Bargeld liegt das Limit je nach Vertrag bei 250 bis 1.000 Euro. Mehr sollte man für den Weihnachtseinkauf nicht bar einstecken.
Ein Zeuge kann die Erstattung retten!
Wer beraubt wird, sollte sich unbedingt nach Zeugen umsehen, empfiehlt Volker Siebert. Weil die Grenze zwischen Diebstahl und Raub fließend ist, gibt oft die Aussage eines Beobachters den Ausschlag für die Erstattung.

