Für Winterurlaub besser nur leichtes Versicherungsgepäck:
Nur für weite Reisen spezielle Vorsorge
Tipp der Versicherungskaufleute: Wichtiges gut absichern und Kleinkram unversichert lassen
Tübingen, 14. Dezember 2007 - Fast 400.000 Sportunfälle, mit denen auch in diesem Winter wieder für die Mittelgebirge und die Alpen zu rechnen ist, kosten viel Geld. Dennoch verlangt der Wintersport kaum spezielle Versicherungsverträge.
Volker Siebert, Sprecher des Bezirks Tübingen im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), empfiehlt die Konzentration auf bedrohliche Risiken und auf Unnötiges zu verzichten. Am wichtigsten ist die Privathaftpflichtversicherung. Sie ist zuständig, wenn der Urlauber einen Schaden anrichtet - auch auf der Rodelbahn und der Skipiste.
Die gut abgesicherte Normalfamilie hat meist zusätzliche Urlaubsrisiken nur beim Reisegepäck, in der Auto-Rückholung und für schwere Unfälle und Erkrankungen. "Für das Ausland muss immer eine Auslandsreisekrankenversicherung her", empfiehlt Siebert, "die im Ernstfall die vollen Rücktransportkosten trägt".
Wer dagegen zu Hause auf eine Rechtsschutz- oder die private Unfallversicherung verzichtet, der hat auch keinen vernünftigen Grund, speziell für den Urlaub solche Verträge abzuschließen. Urlaubsversicherungen in Schmalspurform sind unseriös, wenn bei optisch niedrigem Beitrag zuviel für die Verwaltung draufgeht und die Entschädigung zu kurz kommt. Solche Vertragsbündel umfassen z.B. oft noch eine "Urlaubshaftpflicht", so dass es zu überflüssigen Zahlungen kommt.

