16.06.2006 - Experten raten zur doppelten Renten-Kontrolle
Ausreichende Alterseinkünfte können nur durch korrekte Renten-Informationen und Steuerung der privaten Vorsorge gesichert werden. Die persönliche Renten-Information muss daher regelmäßig überprüft und zusätzliche Geldanlagen rechtzeitig getätigt werden. Der Bundesverband Finanz-Planer (BFP) rät daher allen Verbrauchern zur doppelten Renten-Kontrolle. Einerseits können Renten-Informationen fehlerhaft sein und andererseits können selbst korrekte Versicherungsverläufe oft eine finanzielle Unterversorgung im Alter nach sich ziehen.
Die Renten-Information enthält Daten des Verbrauchers, welche zur Berechnung der gesetzlichen Rente grundsätzlich notwendig sind. Ansprüche durch nichtselbstständige Arbeit, Erziehungs- und Pflegezeiten werden darin berücksichtigt und ein Ausblick auf den möglichen späteren Zahlungsbetrag wird gegeben.
Fehlerhafte Renten-Informationen führen möglicherweise zu geringeren Ansprüchen und können dem Verbraucher im Nachhinein bares Geld kosten. Fehler begeben sich hierbei meist unabsichtlich. Bruno Steiner vom BFP dazu: "Neben Zahlendrehern, Übertragungsfehlern und übersehenden Arbeitsjahren gibt es viele weitere Möglichkeiten die Renten-Information fehlerhaft werden zu lassen. Auch wenn der Versicherungsverlauf bisher korrekt war, raten wir deshalb zur genauen Kontrolle jeder Bescheinigung."
Ein absolutes Muss zu dieser Kontrolle ist zusätzlich die private Altersvorsorge. "Durch den Blick auf die korrekte Renten-Information wird so mancher Verbraucher ernüchtert", meint Steiner. Bei Weitem geringere Einkünfte und höhere Ausgaben als erwartet sind oft die Folge. Das Rentenniveau wird sich, wie man heute annimmt, bei 37 Prozent des letzten Nettogehalts eipendeln. Die Rentenlücke wird durch den zukünftigen Kaufkraftverlust (Inflation) und die künftige Besteuerung der Alterseinkünfte zusätzlich erweitert.

