Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen, die man haben sollte. Im Unglücksfall stehen die die Betroffenen stehen sonst ohne private Vorsorge oft ohne finanzielle Mittel da. Denn auch Erwerbsminderungsrente greift nur dann, wenn man auch wirklich nicht mehr erwerbsfähig ist.
Hat man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, greift diese, wenn man aus gesundheitlichen Gründen, sei es Unfall oder Krankheit, nicht mehr seinen erlernten Beruf nachgehen kann. So kann man seinen finanziellen Standard auch im Fall der Berufsunfähigkeit halten. Leider gibt es keine BU die alles absichert, sondern unzählige Kombinationen von Versicherungsprodukten, die das Angebot sehr unübersichtlich werden lassen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Berufsunfähigkeitsversicherung zu kombinieren. Sehr beliebt ist zum Beispiel eine BU zusammen mit einer Risikolebensversicherung, die eine Absicherung der Hinterbliebenen im Todesfall des Versicherungsnehmers gewährleistet. Der Vorteil dieser Kombination ist, dass die Risikolebensversicherung im falle der Berufsunfähigkeit beitragsfrei wird. Der Versicherte muss also die Absicherung seiner Familie nicht aus finanziellen Gründen aufgeben. Der Interessante dabei ist, dass die Kombinationen meist nur unwesentlich teurer sind, als die Berufsunfähigkeitsversicherung alleine.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung springt ein, wenn ein Arbeitnehmer mindestens sechs Monate weniger als 20 Prozent in seinem Beruf arbeiten kann. Hier bekommt der Betroffene eine pauschal festgelegte Rente. Manche Versicherungen haben aber auch eine Staffelung. Hier bekommt der Versicherte bereits zum Beispiel ab einem Invaliditätsgrad von 25 einen Teil der Rente. Die volle Erwerbsunfähigkeitsrente ist allerdings erst ab einer erheblichen Berufsunfähigkeit, zum Beispiel 75 Prozent möglich. Diese Staffelung bietet sich an, wenn man zum Beispiel durch eine voranschreitende Krankheit berufsunfähig wird. Die BU sollte darauf ausgelegt sein, dass sie mindestens 75 Prozent des Nettoeinkommens ersetzt. Um auch eine fortschreitende Inflation oder Gehaltsspiegelerhöhung zu berücksichtigen sollte eine BU mit einer Nachversicherungsgarantie abgeschlossen werden. Das ermöglicht zu einem späteren Zeitpunkt eine flexible Rentenerhöhung, ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Wie bei allen Versicherungen, sollte man die Angebote zur Berufsunfähigkeitsversicherung vergleichen. Für die Höhe der Beiträge sind verschiedene Faktoren wichtig. Der Beruf, in dem der Versicherte tätig ist, steht dabei im Mittelpunkt. Das Berufsunfähigkeitsrisiko eines Büromitarbeiters ist wesentlich geringer, als das eines Bergmannes oder Bauarbeiters. Allgemein kann man sagen, dass das Risiko für körperlich arbeitende Menschen höher ist, als für Büroangestellte. Statistisch gesehen sind Höherqualifizierte eher bis zum üblichen Rentenalter in ihrem erlernten Beruf tätig. Auch das Alter des Versicherten ist wichtig, denn das Risiko einer Berufsunfähigkeit ist für ältere Menschen deutlich höher. Auch der aktuelle Gesundheitszustand ist sehr wichtig. Hat man bereits eine Krankheit, die das Ausüben des Berufs in der Zukunft schwierig oder unmöglich macht, wird der entsprechende Erkrankungsfall bei dem Vertrag entweder direkt ausgeschlossen oder muss mit sehr hohen Monatsbeiträgen rechnen.

